Fehlende Wörter
Einzelne Positionen einer 12-, 18- oder 24-Wörter-Phrase sind leer oder unleserlich.
Eine Wortliste mit wenigen fehlenden oder unsicheren Wörtern ist häufig lösbar, eine vollständig verlorene nicht. Den Unterschied macht die Kombinatorik — und die lässt sich vorab abschätzen.
BIP39-Phrasen sind kein beliebiger Text. Jedes Wort stammt aus einer festen Liste von 2048 Einträgen, und das letzte Wort kodiert eine Prüfsumme über den Rest. Damit fallen die meisten Kombinationen sofort weg, und jeder verbleibende Kandidat lässt sich testen, indem Adressen abgeleitet und mit einer bekannten Adresse verglichen werden.
Genau das macht aus dem Problem eine Suche statt eines Ratespiels. Bei einem unbekannten Wort ist die Menge trivial, bei zwei bis drei weiterhin gut beherrschbar. Darüber hinaus wächst der Raum pro fehlendem Wort etwa um den Faktor 2048 — und wird schnell unerreichbar.
Die Reihenfolge ist ein verwandter, aber eigener Fall: Sind alle Wörter vorhanden und nur die Sequenz falsch, grenzen Prüfsumme und Adressabgleich das Ergebnis meist effizient ein.
Einzelne Positionen einer 12-, 18- oder 24-Wörter-Phrase sind leer oder unleserlich.
Die Wörter existieren, lassen sich aber nicht eindeutig lesen — ein Problem mit Kandidatenmengen.
Alle Wörter sind bekannt, die Sequenz wurde jedoch falsch notiert.
Die Wallet lehnt die Phrase ab — meist ist ein einzelnes Wort falsch, nicht die ganze Liste verloren.
Häufig ein Ableitungspfad, ein Kontoindex oder eine zusätzliche Passphrase.
Das optionale Zusatzwort, das eine versteckte Wallet erzeugt.
Realistisch nein. Jedes unbekannte Wort multipliziert den Raum mit 2048; sechs unbekannte Wörter liegen in der Größenordnung von 10^19 Kombinationen.
Das ist ein Prüfsummenfehler, meist verursacht durch ein falsch gelesenes oder geschriebenes Wort — einer der besser lösbaren Fälle.
Nicht zwingend ein Verlust: Derselbe Seed erzeugt je nach Ableitungspfad und Adresstyp andere Adressen. Ein Scan der üblichen Pfade findet die Mittel oft wieder.
In vielen Fällen ja. Eine vollständige Permutation wäre riesig, aber reale Fälle enthalten fast immer Teilwissen zur Reihenfolge.
Beschreiben Sie die Wallet, den Zugangsverlust und die Informationen, die Ihnen noch vorliegen. Sie erhalten eine ehrliche Einschätzung zur technischen Machbarkeit — ganz ohne geheime Zugangsdaten zu übermitteln.
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